U3 Betreuung

In der Ablösephase ist bei den jungen Kindern die Mitarbeit der Eltern von elementarer Bedeutung. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ca. drei bis sechs Wochen eine angemessene Zeitspanne für zweijährige Kinder ist, sich einzugewöhnen.

Vor den Sommerferien werden alle U3 Kinder von den Erzieherinnen ihrer Gruppe zu Hause besucht. Diese Besuche sind auch zum Informationsaustausch zwischen Elternhaus und Erzieherinnen angedacht. Es können Informationen über das Kind von den Eltern eingeholt werden, wie z. B. Vorlieben oder besondere Gewohnheiten des Kindes, die dann im Kindergartenalltag in der Eingewöhnungsphase berücksichtigt werden.

Für ein junges Kind hat der Besuch der Erzieher eine große Bedeutung. Das Kind kann sein Kinderzimmer, seine Spielsachen zeigen und außerdem erlebt es Mama und Papa mit der Erzieherin in vertrauter Atmosphäre.

Zusätzlich bieten mehrere Schnuppernachmittage in seiner zukünftigen Gruppe eine gute Möglichkeit den Kontakt zum Kind langsam aufzubauen.

In den ersten Tagen und Wochen wird für die Eltern im Flur ein Elterncafé eingerichtet. So sind Eltern und Kinder nur wenige Meter voneinander getrennt und das Kind kann sich ganz behutsam von seinen Eltern in Richtung Gruppenraum lösen.

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Beziehung und Bindung sind die Basis für kindliche Selbstbildungsprozesse. Das heißt für uns als Erzieherinnen, dass in der U3-Betreuung zunächst eine vertrauensvolle Beziehung zum Kind aufgebaut werden muss. Nur so kann das Kind die Erzieherin als zusätzliche Bezugsperson, als Ansprechpartner für all seine Belange akzeptieren. Der Beziehungsaufbau in der ersten Zeit ist die elementare Arbeit, die alle weiteren Entwicklungsschritte des Kindes ermöglicht.

Unsere jungen Kinder in der U3 Gruppe können sich bei der Wahl ihrer Tätigkeit auf verschiedenste Aktivitäten der Montessori Pädagogik konzentrieren. Besonders gerne werden die Übungen des täglichen Lebens von ihnen ausgeführt. Durch gezieltes Erkunden geht das Kind Zusammenhängen nach und kommt ihnen auf die Spur. Um die verschiedenen sensiblen Phasen aller Kinder nutzen zu können, schaffen wir für jede Altersstufe die geeigneten Rahmenbedingungen. So können die unterschiedlichen Entwicklungs- und Lernprozesse getrennt voneinander, zielstrebig, genau, liebevoll und fürsorglich gefördert werden.

Alle Materialien haben in der Gruppe ihren bestimmten Platz. Das hat den Vorteil, dass sich die Kinder schnell im Gruppenraum zurechtfinden und sich sicher fühlen. Durch die räumliche Trennung der verschiedenen Altersstufen können wir allen Kindern die Ruhe und Möglichkeit geben, ihre eigenen Ordnungsstrukturen zu entwickeln und nach ihrem eigenen inneren Bauplan zu arbeiten. 

Der Frühstückstisch ist täglich einladend gedeckt. Er wird besonders gerne von den Kindern aufgesucht, um von hier aus das Gruppengeschehen zu beobachten. Das anschließende Spülen und Abtrocknen des Geschirrs gehört unbedingt dazu.

Ganz wichtig ist der tägliche Sitzkreis. Die Kleinen lauschen gespannt und erzählen eifrig von erlebten Situationen. Gemeinsam singen, spielen und erzählen ist ein fester Bestandteil unseres Kindergartentages.

Diese Rituale und immer wiederkehrende Alltagserlebnisse geben unseren U3-Kindern Sicherheit, die auch von ihnen eingefordert wird.

Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit sich in unserem separaten Schlafraum zurückzuziehen, wenn sie Ruhe benötigen.

Das Mittagessen wird in der eigenen Gruppe eingenommen. In kleiner Runde wird an verschieden Tischen in familienähnlicher Atmosphäre gegessen.

Anschließend schlafen die Kinder in eigenen Bettchen, die individuell für das Kind hergerichtet werden. Vertraute Kuscheltiere, ein Schnuffeltuch oder Kuschelkissen werden von zu Hause mitgebracht.

In der U3-Gruppe haben wir Kinder im Alter von zwei und drei Jahren.

Wir als Erzieherinnen haben bei diesen Entwicklungsprozessen die Aufgabe, Kinder aufmerksam zu beobachten, um ihnen eine vorbereitete Umgebung zu schaffen, die unsere Kinder selbstbestimmt für ihre Erfahrungen nutzen können.

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